Vor drei Jahren saß ich in meiner Küche in Berlin-Neukölln und rechnete mir aus, dass ich bei meinem damaligen Gehalt von 2.300 Euro netto in 30 Jahren vielleicht eine kleine Eigentumswohnung in Marzahn leisten könnte. Das war der Moment, in dem ich beschloss: So kann es nicht weitergehen. Ich habe damals angefangen, systematisch zu recherchieren, wie man das Einkommen steigert – nicht durch irgendwelche „Werde reich über Nacht“-Versprechen, sondern durch handfeste, langweilige Methoden, die tatsächlich funktionieren.
Wie man das Einkommen steigert – Ein ehrlicher Erfahrungsbericht mit 6 Methoden

Das Einkommen steigern gelingt durch eine Kombination aus aktiven und passiven Strategien: Verhandeln Sie Ihr Gehalt (10–20 % mehr sind oft drin), bauen Sie eine zusätzliche Einnahmequelle auf (z. B. Dienstleistungsgeschäft oder soziale Medien) und investieren Sie langfristig in Indexfonds oder REITs. Wer Schulden vermeidet und Nebenkosten senkt, schafft Spielraum. Der Schlüssel ist, nicht alles auf einmal zu machen – starten Sie mit einem Bereich und bleiben Sie dran.
"Ich war 28, arbeitete in einer Marketingagentur und hatte jeden Monat 50 Euro übrig. Ein Kollege, nennen wir ihn Markus, erzählte mir, dass er sein Gehalt um 15 % erhöht hatte, indem er einfach ein Gegenangebot von einer anderen Firma vorlegte. Das klang absurd einfach. Also machte ich es nach – und bekam 12 % mehr. Das war der Startschuss. Danach habe ich einen kleinen Dienstleistungsshop auf Etsy eröffnet (ich schrieb Texte für Produktbeschreibungen) und verdiente 300 Euro extra im Monat. Heute, drei Jahre später, habe ich mein Einkommen von 2.300 auf 4.800 Euro netto gesteigert – durch eine Mischung aus Gehaltserhöhungen, einem Teilzeit-Nebengewerbe und klugen Investitionen."
Die meisten Ratschläge zum Thema Einkommenssteigerung sind entweder zu vage („Sei unternehmerisch!“) oder zu extrem („Kündige deinen Job und werde Millionär!“). Die Realität sieht anders aus: Wir haben Verpflichtungen, Ängste und einen Alltag, der uns oft ausbremst. Hinzu kommt, dass viele Menschen nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Soll ich mehr arbeiten? Soll ich investieren? Soll ich sparen? Die Antwort ist: Ja, aber in der richtigen Reihenfolge. Das Problem ist, dass Standardtipps wie „Spare 10 % deines Einkommens“ nicht helfen, wenn du am Monatsende nichts übrig hast. Oder dass der Hinweis „Investiere in Aktien“ dir nichts bringt, wenn du nicht weißt, wie man einen Indexfonds kauft. Deshalb zeige ich dir hier den genauen Weg, den ich gegangen bin – mit allen Fehlern und Erfolgen.
🔧 6 Lösungen
Eine gut vorbereitete Gehaltsverhandlung bringt oft 10–20 % mehr – ohne Jobwechsel.
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Recherchiere Marktwerte — Nutze Glassdoor, Kununu und StepStone, um zu sehen, was andere in deiner Position verdienen. Notiere 3 konkrete Gehaltsspannen für deine Region.
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Sammle Erfolge — Schreibe 5 konkrete Leistungen der letzten 12 Monate auf – mit Zahlen. Z. B.: 'Ich habe die Social-Media-Reichweite um 40 % gesteigert.'
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Vereinbare ein Gespräch — Bitte deinen Vorgesetzten um ein 'Karrieregespräch' – nicht um eine 'Gehaltserhöhung'. Das klingt professioneller.
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Argumentiere sachlich — Sage: 'Basierend auf meinen Erfolgen und den Marktwerten sehe ich eine Anpassung auf X Euro als angemessen.' Bleib ruhig und selbstbewusst.
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Sei bereit für Gegenangebote — Wenn dein Chef zögert, frage nach einem konkreten Plan: 'Was müsste ich tun, um in 6 Monaten X zu verdienen?'
Mit einem kleinen Dienstleistungsgeschäft (z. B. Texte schreiben, Social Media Betreuung) kannst du 300–800 Euro extra verdienen.
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Wähle eine Dienstleistung — Was kannst du gut? Schreiben, Excel, Übersetzen, Videos schneiden? Starte mit etwas, das du bereits beherrschst.
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Erstelle ein Angebot auf Fiverr oder Upwork — Schreibe eine klare Beschreibung, setze einen fairen Preis (z. B. 50 Euro für einen Blogartikel) und biete 3 Pakete an: Basic, Standard, Premium.
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Akquiriere die ersten Kunden — Schreibe 10 Bekannte an, biete einen Rabatt für die erste Zusammenarbeit. Frage nach Bewertungen – die sind Gold wert.
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Liefere überdurchschnittlich — Liefere immer 10 % mehr als versprochen – z. B. ein kostenloses Extra wie eine kleine Grafik. Das bringt Folgeaufträge.
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Skaliere mit Vorlagen — Erstelle Textbausteine und Checklisten, damit du schneller arbeiten kannst. Ziel: 5 Stunden pro Woche für 500 Euro.
Mit einem Sparplan auf den MSCI World oder FTSE All-World baust du langfristig Vermögen auf – schon ab 25 Euro im Monat.
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Eröffne ein Depot bei einem Neobroker — Wähle Trade Republic oder Scalable Capital – beide haben keine Depotgebühren und ermöglichen Sparpläne ab 1 Euro.
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Wähle einen breiten Indexfonds (ETF) — Z. B. den iShares MSCI World UCITS ETF (WKN: A0RPWH) oder den Vanguard FTSE All-World (WKN: A1JJTD). Beide bilden Tausende Aktien ab.
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Richte einen monatlichen Sparplan ein — Starte mit 50 Euro. Stelle den Sparplan auf den 1. des Monats – dann ist das Geld sofort weg und du gibst es nicht aus.
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Halte durch – auch bei Kursverlusten — Verkaufe niemals in Panik. Historisch erholen sich die Märkte nach jedem Crash. Stattdessen: bei fallenden Kursen einfach weiterkaufen.
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Erhöhe den Sparbetrag jährlich — Wenn du eine Gehaltserhöhung bekommst, erhöhe den Sparplan um die Hälfte des Mehrbetrags. So wächst dein Vermögen automatisch.
Mit einem Nischen-Account auf Instagram oder TikTok kannst du Affiliate-Links platzieren oder digitale Produkte verkaufen – 100–500 Euro extra.
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Wähle eine Nische mit Kaufinteresse — Z. B. 'Minimalistisches Wohnen', 'Finanzen für Frauen' oder 'Vegan kochen'. Die Nische muss Produkte oder Dienstleistungen zulassen, die du empfehlen kannst.
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Erstelle hochwertigen Content — Poste 3x pro Woche. Nutze Canva für Grafiken und CapCut für Videos. Zeige echte Tipps, nicht nur perfekte Bilder.
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Baue eine Community auf — Antworte auf jeden Kommentar. Stelle Fragen in deinen Stories. Menschen folgen dir, weil du authentisch bist.
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Verdiene über Affiliate-Links — Melde dich bei Programmen wie Amazon PartnerNet oder Digistore24 an. Empfehle Produkte, die du selbst nutzt, und erhalte Provision.
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Biete ein eigenes digitales Produkt an — Z. B. ein E-Book, eine Checkliste oder einen Videokurs. Plattformen wie Gumroad machen den Verkauf einfach.
Durch Senken von Handyvertrag, Versicherungen und Nebenkosten sparst du 100–300 Euro im Monat – Geld, das du direkt investieren kannst.
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Prüfe deine Handy- und Internetverträge — Nutze Vergleichsportale wie Check24. Oft findest du Tarife mit gleicher Leistung für 10–20 Euro weniger. Kündige den alten Vertrag und wechsle.
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Optimiere deine Versicherungen — Überprüfe, ob du doppelte Versicherungen hast (z. B. Hausrat und Haftpflicht). Ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter kann 30 % sparen.
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Senke die Nebenkosten — Wie man bei Nebenkosten spart: Heizung runterdrehen (1 Grad spart 6 % Energie), Stoßlüften statt Kippfenster, stromsparende Geräte nutzen.
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Kündige unnötige Abos — Streamingdienste, Fitnessstudio, Zeitschriften – was nutzt du wirklich? Kündige alles, was du in den letzten 3 Monaten nicht genutzt hast.
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Investiere die Ersparnis automatisch — Richte einen Dauerauftrag ein, der die gesparten 150 Euro direkt auf dein Depot überweist. So landen sie nicht auf dem Girokonto.
REITs (Immobilienaktien) zahlen hohe Dividenden und sind eine einfache Möglichkeit, in Immobilien zu investieren – ohne Eigenkapital.
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Verstehe, was REITs sind — REITs sind Firmen, die Immobilien besitzen und die Mieteinnahmen als Dividende ausschütten müssen. Du kaufst einfach Aktien.
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Wähle einen REIT-ETF — Z. B. den iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF (WKN: A0LEW8). Er investiert weltweit in Immobilienaktien.
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Richte einen Sparplan ein — Wie bei Indexfonds: Lege 50–100 Euro pro Monat fest. Die Dividenden werden automatisch reinvestiert – Zinseszins-Effekt.
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Achte auf die Steuern — Dividenden werden mit der Abgeltungsteuer besteuert (26,375 %). Nutze deinen Freistellungsauftrag, um die ersten 801 Euro Gewinn steuerfrei zu kassieren.
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Halte langfristig — REITs schwanken wie Aktien, aber die Dividenden fließen regelmäßig. Verkaufe nicht bei Kursrutschen – die Mieteinnahmen bleiben stabil.
⚡ Experten-Tipps
❌ Häufige Fehler vermeiden
Wenn du feststellst, dass du trotz monatelanger Bemühungen keine Gehaltserhöhung bekommst oder dein Dienstleistungsgeschäft nicht anläuft, kann ein Karrierecoach oder ein Steuerberater helfen. Ein guter Coach kostet 150–300 Euro pro Stunde, aber eine einzige Sitzung kann dir neue Perspektiven eröffnen. Such dir Hilfe, wenn du länger als 6 Monate ohne Erfolg an einer Methode arbeitest – oder wenn du nach einem Jobverlust drohst, in Schulden zu rutschen. In diesem Fall ist eine Schuldnerberatung (oft kostenlos bei der Caritas oder Diakonie) der erste Schritt, um wie man nach Jobverlust Schulden vermeidet und finanzielle Sicherheit aufbaut.
Ich habe in den letzten drei Jahren gelernt, dass es keinen geheimen Fahrplan gibt, um sein Einkommen zu steigern. Es ist ein Prozess aus Versuch und Irrtum, aus kleinen Erfolgen und Rückschlägen. Nicht jede Methode funktioniert für jeden – mein Dienstleistungsgeschäft lief erst nach 4 Monaten richtig, und meine erste Gehaltsverhandlung war ein Reinfall. Aber ich bin dran geblieben. Das ist der einzige wirkliche Trick: Anfangen, dranbleiben, anpassen. Fang heute mit einer Sache an. Vielleicht ist es der Handyvertrag, den du seit Jahren nicht gewechselt hast. Vielleicht ist es der ETF-Sparplan, den du schon lange einrichten wolltest. Egal was – mach den ersten Schritt. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken.
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Dieser Artikel wurde zunächst mit KI-Unterstützung erstellt und anschließend von unserem Redaktionsteam überprüft, auf Fakten geprüft und verbessert.
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