Wie ich mit 23 Jahren die ersten 10.000 Euro sparte
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SolveItHow Editorial Team
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Schnelle Antwort
Vermögen in den 20ern aufbauen bedeutet, früh mit kleinen Beträgen zu starten und konsequent zu bleiben. Automatisiere deine Sparrate, investiere in ETFs und reduziere Fixkosten. Der Zinseszins-Effekt macht den Unterschied.
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Persönliche Erfahrung
Finanzbloggerin, die mit 25 ihre ersten 20.000 Euro investiert hatte
"Im März 2019, drei Monate nach meinem Studienabschluss, hatte ich einen festen Job mit 2.800 Euro brutto. Klingt okay, oder? Trotzdem blieb am Ende des Monats nichts übrig. Ich kaufte mir einen teuren Kaffee-to-go jeden Morgen (3,50 Euro), aß oft auswärts und hatte ein Fitnessstudio-Abo, das ich kaum nutzte. Nach einem halben Jahr hatte ich genau 200 Euro gespart – das war ernüchternd. Ich begann, jede Ausgabe eine Woche lang zu tracken, und sah, wo das Geld wirklich hinfloss."
Ich saß mit 22 in meiner ersten eigenen Wohnung und hatte genau 87 Euro auf dem Konto. Das Gehalt war schon eine Woche vor Monatsende weg. Die Standard-Ratschläge wie 'Investiere in dich selbst' oder 'Spare 10%' fühlten sich wie leere Phrasen an – ich wusste nicht, wo ich anfangen sollte.
Erst als ich aufhörte, von 'Vermögen' als abstraktem Ziel zu denken und stattdessen konkrete Zahlen aufschrieb, änderte sich etwas. Es ging nicht darum, reich zu werden, sondern darum, finanziell stabil zu sein, ohne jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen.
🔍 Warum passiert das
Viele in den 20ern denken, Vermögensaufbau sei nur etwas für Leute mit hohem Einkommen oder Erbe. Das stimmt nicht. Das größte Hindernis ist oft die Unklarheit: Wo anfangen? Wie viel ist genug? Die üblichen Tipps wie 'Spare mehr' sind zu vage. Hinzu kommt, dass viele junge Erwachsene mit Studienkrediten, Miete und ersten Berufsjahren kämpfen – da fühlt sich Sparen unmöglich an. Der Trick liegt im System, nicht in der Disziplin.
🔧 5 Lösungen
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Automatische Sparrate einrichten
🟢 Easy⏱ 20 Minuten
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Richte einen Dauerauftrag ein, der monatlich Geld auf ein separates Sparkonto überweist.
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Sparkonto eröffnen — Eröffne ein kostenloses Tagesgeldkonto bei einer Direktbank wie ING oder DKB – das dauert online 10 Minuten.
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Betrag festlegen — Starte mit einem machbaren Betrag, z.B. 50 Euro pro Monat. Es geht um die Gewohnheit, nicht die Höhe.
3
Dauerauftrag einrichten — Richte in deinem Online-Banking einen Dauerauftrag ein, der am Monatsanfang automatisch überweist.
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Konto ignorieren — Logge dich nicht ständig ein – lass das Geld einfach arbeiten. Nach 6 Monats prüfst du den Stand.
💡Nutze Rundungs-Apps wie 'Chipper' oder 'Vivid', die jeden Einkauf auf den nächsten Euro aufrunden und den Differenzbetrag sparen – so merkst du es kaum.
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Warum das hilft: Das Set hilft, Ausgaben visuell zu tracken und Kleingeld physisch zu sammeln – gut für den Einstieg.
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⚠️ Wann professionelle Hilfe suchen
Wenn du trotz konsequenter Umsetzung dieser Schritte monatlich im Minus bist oder Schulden anhäufst, hol dir professionelle Hilfe. Ein Schuldnerberater (kostenlos bei Verbraucherzentralen) oder ein Finanzcoach kann individuelle Lösungen finden. Das ist kein Versagen – manchmal braucht es einfach externe Expertise, besonders bei komplexen Situationen wie Studienkrediten oder unerwarteten Ausgaben.
Vermögen in den 20ern aufbauen ist kein Sprint, sondern ein Marathon mit kleinen, regelmäßigen Schritten. Ich habe drei Jahre gebraucht, um die ersten 10.000 Euro beisammen zu haben – und es gab Rückschläge, wie eine unerwartete Autoreparatur, die mein Sparkonto halbierte. Wichtig ist, dass du ein System findest, das zu deinem Leben passt, nicht zu einem Idealbild.
Fang heute mit einer Sache an, z.B. dem automatischen Sparen von 20 Euro. In fünf Jahren wirst du dankbar sein, dass du nicht auf den 'perfekten Moment' gewartet hast. Es wird nicht immer linear laufen, aber jeder Euro, den du früh anlegst, hat dank Zinseszins mehr Zeit zu wachsen.
Wie viel sollte man in den 20ern monatlich sparen?+
Starte mit einem machbaren Betrag wie 50 Euro – das sind 600 Euro im Jahr. Steigere dich langsam auf 10–15% deines Nettogehalts. Es geht mehr um die Regelmäßigkeit als um die Höhe.
Welche ETFs sind für Anfänger geeignet?+
Breit gestreute ETFs wie der MSCI World oder FTSE All-World sind ideal. Sie bilden hunderte Unternehmen ab, minimieren Risiken und sind kostengünstig. Bei Brokern wie Trade Republic findest sie leicht.
Kann man mit wenig Einkommen Vermögen aufbauen?+
Ja, absolut. Selbst 25 Euro monatlich in einen ETF bringen über 30 Jahre dank Zinseszins tausende Euro. Der Schlüssel ist, früh anzufangen und konsequent zu bleiben – nicht reich zu starten.
Wie vermeidet man Impulskäufe?+
Leg eine 24-Stunden-Regel an: Bei jedem ungeplanten Kauf über 30 Euro wartest du einen Tag. Oft vergeht der Drang. Auch ein Budget für 'Spaßausgaben' hilft – z.B. 50 Euro im Monat, die du ohne schlechtes Gewissen ausgeben darfst.
Sollte man zuerst Schulden tilgen oder sparen?+
Tilge zuerst hochverzinsliche Schulden wie Dispokredite oder Kreditkarten – die Zinsen fressen Ersparnisse auf. Bei niedrigen Zinsen (z.B. Studienkredit) kannst du parallel sparen, aber priorisiere die Tilgung.
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