Es ist 9:03 Uhr an einem Dienstag im März 2023. Ich sitze vor meinem Laptop, die Tastatur fühlt sich schwer an. Der Cursor blinkt auf einem leeren Dokument. Ich habe null Bock. Nicht auf diese Aufgabe, nicht auf irgendeine Aufgabe. Mein Gehirn fühlt sich an wie eingefrorener Sirup. Ich kenne dieses Gefühl – es ist das Gegenteil von Schwung. Es ist eine lähmende Leere, die mich davon abhält, auch nur den ersten Buchstaben zu tippen.
In den 15 Jahren als Produktivitätsberater habe ich gelernt, dass dieses Gefühl nicht mit Willenskraft bekämpft werden kann. Motivation ist ein Ergebnis, keine Voraussetzung. Ich habe Dutzende Systeme getestet, von der Pomodoro-Technik bis zur Eat-the-Frog-Methode. Manche halfen kurz, aber keines löste das Grundproblem: Wie starte ich, wenn ich nicht starten will?
Die Antwort fand ich nicht in einem Buch, sondern in der Praxis. Nach einem besonders zähen Projekt mit einer Münchner Agentur im Juni 2022 – bei dem ich drei Tage lang kaum etwas zustande brachte – entwickelte ich einen Ansatz, der auf fünf konkreten Methoden basiert. Sie helfen mir bis heute, aus dem Tief zu kommen. Ohne Druck, ohne Selbstvorwürfe.

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